Tourentip Mallorca´s Norwestküste

Unsere Tour´02 ging nach Mallorca, allerdings ohne Bandit, sondern mit gemieteter Suzuki 650 Freewind. Hier die Highlights dieser Tour und einige Bilder.

Leicht unterschätzt man die Größe Mallorcas. Die Insel verfügt immerhin über eine Ausdehnung von 3640 Quadratkilometern, was ziemlich genau der zusammengenommenen Fläche des Saarlandes und der Stadtstaaten Bremen und Hamburg entspricht. Bei einer Bevölkerung von 580.000 liegt die durchschnittliche Dichte mit 160 Einwohnern pro Quadratkilometer auf dem Niveau Niedersachsens.

Ein absoluter Leckerbissen für Kurvenfans ist die C710 - von Palma nach Soller.
Die landschaftlich wunderschön gelegene Küstenstraße C710 verbindet Palma mit Orten wie Valdemossa, Deià und Soller.

Von der C710 erheben sich an der steilen Norwestküste der Insel immer wieder fantastische Ausblicke auf das Mittelmeer. Weiße Boote, tiefblaues Wasser und felsige Halbinseln lassen hier fast jeden Blick wie gemalt erscheinen.

Das Tal von Sóller, genannt auch Huerta (Obstgarten) de Sóller, ist umgeben von steil aufragenden Gipfeln der Serra Tramuntana, deren Pässe bis in unser Jahrhundert hinein ausschließlich über die endlosen Kehren von Pfaden und Feldwegen bewältigt werden konnten. Heute treiben die unzähligen Kurven und Kehren der Gebirgsstraßen einem jeden Motorradfahrer den Adrenalinpegel in die Höhe.

Das folgende Bild entstand über dem halbrunden Hafen von Soller

 

Nach dem Abstecher in das Tal von Soller gehts weiter auf der C710 nach Valldemossa

Der von Bergen umgebene Ort am Fuße des Teix Gipfels ist auch ohne die Chopin-Story sehenswert.Schon während der Anfahrt identifiziert man von weitem leicht den Klosterkomplex. Die Hauptstraße führt um Valldemossa herum direkt zum Ziel Cartoixa. Unverfehlbar liegt ein großer Parkplatz in der Nähe. Wer den bisweilen überbordenden Hauptbetrieb meiden möchte, kommt entweder morgens gleich nach 9 Uhr oder nach 16/17 Uhr. Kartause, Klosterkirche und Garten bilden eine in sich geschlossene gepflegte Anlage, die in der heutigen Form im wesentlichen aus dem 17./18. Jahrhundert stammt, wiewohl die baulichen Vorläufer bis auf das 13. Jahrhundert zurückgehen.

Absolut unverzichtbar ist ein Rundgang durch die malerischen Gassen der "Unterstadt". Dabei läßt man schnell die vor allem von der Sitzkapazität her bemerkenswerten Lokale gegenüber der Kartause und an der -ansonsten schönen- Plaça hinter sich, und damit auch die Mehrheit der Valldemossa-Besucher. In der Altstadt scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Welches Kleinod sie darstellt, erkennt man an jeder Ecke; eine Beschreibung der Einzelheiten erübrigt sich. Kamera nicht vergessen!

  

Was steht mehr für das ländliche Mallorca also die berühmten Windräder? Wohl kaum ein anderes Symbol wird häufiger für das "andere Mallorca" verwendet.

Straße zwischen Valldemossa und Inca

Straße in der Gegend um Ca´n Picafort im Nord - Osten der Insel

Die Cala de Sa Calobra mit dem Torrent de Pareis ist die einzige mit dem Auto erreichbare Bucht der Nordwestküste zwischen Port de Sóller und Cala de Sant Vicenç. Gleich drei Dinge machen dieses Ziel attraktiv:

-

die Fahrt durch die Berge der Serra Tramuntana, ganz gleich, aus welcher Richtung man die 12 km westlich des Klosters Lluc abzweigende Straße nach Sa Calobra erreicht

-

15 km mit vielen Haarnadel-Serpentinen (auf heute gut ausgebauter Strecke) über fast 900 m Höhenunterschied durch eine rauhe Gebirgslandschaft und wechselnde Vegetationszonen

-

die durch Auswaschung entstandene Schlucht des Torrent de Pareis (Sturzbach bei Regen) und sein Durchbruch zum Meer

Kurven und Serpentinen wie in den Alpen und das bei 30 °C

unten angekommen wartet eine erfrischende Abkühlung im Meer

... und am Ende jeder Tour ging´s zum Abkühlen in den Pool

und dann an die Bar zur "Happy Hour"

Motorradurlaub einmal anders.

zurück